Hilfreiche Gespräche

Manchmal fordert uns das Leben ganz schön heraus. Das kann im privaten Bereich sein oder im Beruf. Wir alle kennen das: Unstimmigkeiten in der Familie, Missverständnisse in der Beziehung, Probleme im Job. Es gibt Zeiten in unserem Leben, da steht alles Kopf. Die Dinge laufen nicht so, wie wir uns das wünschen. 

In anderen Fällen initiieren wir vielleicht auch selbst eine Veränderung: Wenn wir zum Beispiel beschließen, einen neuen Job anzunehmen. Oder wenn wir hart gearbeitet haben für eine Beförderung - und auf einmal ist es da, das große Projekt oder die neue Position mit Personalverantwortung. Wie gehen wir damit um? Wie gelingt der Übergang?

Solche Veränderungen können am Anfang erstmal ganz schön beängstigend sein. Gleichzeitig haben viele von uns auch schon die Erfahrung gemacht, dass man an einer Herausforderung wachsen kann. Oft braucht es dazu erstmal jemanden zum Reden. Einen Gesprächspartner, der zuhört, ohne zu urteilen – offen, wertschätzend und empathisch. Jemand, mit dem man eine gute Konversation führen kann.

Worüber reden? 

Beruf

Arbeit bedeutet für viele Menschen  Leidenschaft, Antrieb und Herausforderung. Manchmal wird unser Berufsleben auf den Kopf gestellt. Im negativen Fall, wenn die Kündigung seitens  Arbeitsgeber erfolgt. Im positiven Fall, wenn man einen neuen Job übernimmt oder befördert wird. Manchmal kommt man auch selbst zum Schluss: "Es gibt da etwas in meinem Beruf, das könnte noch besser laufen." Oder: "Ich hätte gerne mehr Homeoffice, aber wie spreche ich mit meinem Chef darüber?"

Beziehungen

Die Qualität unser Beziehungen bestimmt die Qualität unseres Lebens, sagt Paartherapeutin Esther Perel. Wahre Worte. Ob in der Liebe, in der Familie oder im Freundeskreis, wie wir unsere Beziehungen gestalten ist ein wesentlicher Faktor für die Zufriedenheit und Ausgeglichenheit in unserem Leben. Ebenso wichtig wie die Beziehung zu anderen ist die Beziehung zu uns selbst. Wie sehen wir uns? Wie gehen wir mit uns selbst um? 

Gesundheit

Körperliche, geistige und seelische Gesundheit - das sind die Grundlagen dafür, dass es uns gut geht. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. Stellen wir uns einen Hocker vor mit drei Beinen. Jedes der drei Beine ist essentiell für die Stabilität des Sessels. Die gute Nachricht: Wir können bei dem jeden Faktor (körperlich, geistig und seelisch) etwas  dazu beitragen, dass das Gesamtkonstruk stabil bleibt. Oft genügen dafür auch nur kleinere Änderungen.  Denn auch kleine Änderungen können große Auswirkungen haben.

Im Dialog

Zwischenmenschliche Kommunikation ist der Schlüssel zu einem gelungenen Miteinander. In Zeiten, wo alles von selbst läuft, achten wir meist nicht so darauf - warum auch? Die ersten Schwierigkeiten tauchen meist dann auf, wenn Prozesse auf einmal nicht mehr von allein funktinieren. Z.B. Wenn der Stresspegel zuhause oder das Arbeitspensum im Büro steigt. Dann gelingt es uns oft nicht mehr, ruhig zu bleiben. Dabei kann man schon mit kleinen Kniffen viel erreichen.  Hilfreiche Fragen sind etwa: "Wie meinst du das genau?" oder "Was können wir tun, damit es wieder besser läuft?"

Fragen, die wir uns selbst stellen können

Was ist das Gute am Schlechten?

Wie kann ich die Krise vielleicht sogar für mich nutzen? 

Was verliere ich durch die Krise? Und was gewinne ich? 

Warum über Zoom oder per Telefon?

Wer schon einmal mit einem Freund oder einer Freundin stundenlang telefoniert und dabei sein Herz ausgeschüttet hat, weiß... das funktioniert auch über's Telefon ganz gut. Dennoch hört man oft Zweifel. Ob bei einem virtuellen Meeting über Zoom oder einem Telefonat nicht der direkte Kontakt verloren gehe? Studien haben ergeben, dass es Menschen gibt, die sich damit sogar durchaus wohl fühlen. Sie berichten, dass sich sich am Telefon oder über Videotelefonie leichter öffnen und dadurch auch Persönlicheres erzählen könnten, als im Face-to-Face Kontakt. Das liegt u.a. am Abstand und der damit gefühlten Anonymität.